1000 Gefahren – Der Wink des Schicksals Aufgeregt stürmte die elfjährige Lilli ins Schlafzimmer ihrer Eltern. «Mama, Papa! Aufstehen! Wir müssen doch die Ferien buchen». «Noch 5 Minuten» murmelte Lissa, ihre Mutter verschlafen. «Aber dann ist schon alles besetzt!», protestierte Lilli. Verschlafen erwidert Tiago: «Ist ja gut, wir kommen.» Langsam und müde standen Lissa und Tiago auf und schlurften die Treppe runter. Dort wartete ihre dreizehnjährige Tochter, Shari schon ungeduldig auf sie. «Ich habe schon Frühstück gemacht und den Computer hochgestartet. Falls wir Meinungsverschiedenheiten haben, können wir dort auslosen». «Ich habe uns extra Zettel zurechtgelegt, damit wir dort auslosen können», erwiederte Lilli bestimmt. «Nein, dass geht nicht. Am Computer wird es viel besser!» Um den Streit zu unterbrechen, sagte Lissa: «Hört auf ihr beiden! Wir werden auslosen mit… [[Dem Computer]] [[Zettel]] Auslosen mit dem Computer … dem Computer!», rief die Mutter entschlossen. «Ich rufe noch schnell die nötige App auf.» «Also ich bin dafür, dass wir in die Türkei gehen. Dort ist es so toll. Man kann Tauchen gehen, ganz nach meinem Geschmack», erwiderte Lilli übermütig. Shari verdrehte genervt die Augen: «Immer willst du entscheiden. Gehen wir doch nach Holland. Dort können wir Fahrrad fahren gehen und ich kann meine Kondition für das Eishockey trainieren.» Tiago griff ein und rief: «Ich gebe einfach Holland und Türkei bei einer App ein.» Seine Hand flog über die Tasten. «Wenn man auf A drückt wird es Holland und bei B Türkei. Ich muss dann mit verbundenen Augen auf einen Buchstaben drücken», bemerkte die Mutter. Lilli wollte nach oben gehen um einen Lappen zu holen, mit dem sie die Augen ihrer Mutter verbinden konnte, doch versehentlich stiess sie an den Arm ihrer Mutter. Diese drückte mit der Hand auf die Auslostaste. Das ausgeloste Land war… [[Holland]] [[Türkei]] Auslosen mit Zettel …Zettel!». «Wieso darf immer Lilli entscheiden?», sagte Shari wütend und klappte den Computer wuchtig zu. «Weil sie die jüngere ist und weil ich es nicht nötig finde, dafür den Computer zu benutzen», erwiderte Lissa. Verstimmt setzte sich Shari an den Tisch. Sie war vor allem sauer, weil sie wusste, dass ihre Mutter recht hatte, sie es aber nicht zugeben wollte. Schliesslich fügte sie sich, und fing an Ideen zu sammeln. Sie kam auf: Nordpol, Norwegen und Italien. Als sie Tiago und Lissa ihre Ideen vortrug, verwarfen sie den Nordpol und Italien. Norwegen hingegen fanden sie eine gute Idee. «Ich habe auch ein paar Ideen» meldete sich Lilli aufgeregt; «Ich will unbedingt mal zum Südpol!» «Nein, das geht leider nicht, Lilli, mein Schatz. Am Südpol ist es viel zu kalt. Darum haben wir auch die Idee deiner Schwester, an den Nordpol zu gehen nicht angenommen». Lilli blickte zuerst traurig, doch das hielt bei ihrer fröhlichen Art nie länger als 5 Sekunden. So auch jetzt: «Na gut, wie wäre es dann mit einer Safari? Das wollte ich schon immer mal machen!» Lissa und Tiago blickten sich an. Schliesslich stimmten sie zu. Das waren alle Vorschläge. Fröhlich (wie immer) schrieb Lilli die Vorschläge auf. Dann warfen sie die Zettel in eine Tasche. «Wer darf auslosen?», fragte Shari. «Ich finde dein Vater darf!», sagte Lissa. Bald sind sie sich einig. Tiago zieht. Was er wohl zieht? [[Norwegen]] [[Safari]]Holland …Holland», rief die Mutter erfreut. Sie wollte schon lange ihr neues Fahrrad ausprobieren, war aber nie dazu gekommen. «Holland ist das perfekte Land um mein neues Fahrrad auszuprobieren, denn es ist fast ganz flach. Überall hat es Velowege.», rief Lissa voller Vorfreude. «Jaaa Holland, ich kann meine Kondition trainieren.», jubelte Shari. Lilli war enttäuscht, denn sie wollte lieber in die Türkei gehen. Vielleicht konnte man in Holland ja auch tauchen gehen. Lilli fragte: «In Holland hat es ja auch ein Meer. Können wir dort vorbeifahren und tauchen gehen?» «Ja, können wir machen. Dann haben beide etwas davon. Es gibt auch einen Ort in Holland der Cadzand-Bad heisst. Dort kann man Ferienhäuschen mieten und auch Velos. Und alles ist ganz nahe am Strand.», antwortete Lissa. Nun mischte sich auch noch Tiago ein und erwiderte: «Wir haben ja schon Holland ausgelost, aber jetzt müssen wir auch noch die Reise buchen.» Dann war alles gebucht und die Familie Sandjin konnte beginnen zu packen. Sie… [[...machen einen tollen Fahrradausflug]] - [[…rasten auf der Reise in einem Hotel, in dem die Kasse überfallen wird]] Türkei …Türkei. Sharis Miene verfinsterte sich. Sie wollte lieber nach Holland. Lilli hingegen strahlte. «Juchheee! Wir gehen tauchen. Shari, du findest tauchen bestimmt toll. Das verbraucht auch Kraft und du kannst deine Kondition trainieren.» «Stimmt auch wieder.», gab Shari zu. Dann begann die Familie zu packen. Am Nachmittag ging die Familie noch Taucherbrillen, Schnorchel und Neoprenanzüge kaufen. Zuerst wollten sie den Ochsner Sport nach möglicher Ausrüstung durchstöbern und wenn sie dort nicht fündig werden würden, wollten sie noch in das Sportzentrum. Gleich im ersten Laden wurden sie fündig. Shari entschied sich für einen blauen Anzug, einer grünen Taucherbrille und einem violetten Schnorchel. Lilli bekam einen violett-blauen Neoprenanzug und der Rest war gelb. Die Eltern nahmen alles in schwarz-grau. Als alle wieder zu Hause waren, packten sie alles in die Koffer. «Ich freue mich auch, muss ich zugeben.», erwiderte Shari. «Das freut mich.», antwortete Tiago. Am nächsten Morgen half jeder fleissig mit, sodass das Auto schnell gepackt war und es losgehen konnte. Nach etwa einer Stunde Fahrt kam das Hotel in Sicht. Neben dem Gebäude zog sich ein blaues Tuch bis zum Horizont. Das Meer! Tiago bog in die Hoteleinfahrt und sie gingen zur Rezeption. Dort empfing sie schon ein braun gebrannter, freundlicher Mann mit einem Schlüssel in der Hand. Lissa nahm in freundlich entgegen und sie gingen auf ihr Zimmer. Dieses war schlicht eingerichtet. Es hatte ein Doppelbett für die Eltern ein paar Nachttische, ein Badezimmer und zwei Einzelbetten. Shari warf sich auf’s Bett und kuschelte sich in die weiche Decke. «Können wir heute schon tauchen gehen?», fragte sie. «Ja, gleich geht’s los.», antwortete Tiago. Sie zogen sich um und fuhren in Neoprenanzügen mit dem Aufzug in den Eingangsbereich. Von dort aus liefen sie in Richtung Meer und begannen zu tauchen. Das Wasser war so klar, dass man die Fische glänzen sah. Alle waren von der Meerwelt fasziniert. Shari besonders. ENDE Kassenüberfall Sie entschieden sich, dass in der Hälfte bei einem Hotel rasteten. Lilli fragte, neugierig, wie lange sie denn bleiben wollten. «Eine Nacht.», erwiderte Tiago, «Dann gehen wir weiter.» Da die Familie alles schon gepackt hatte, konnte die Reise losgehen. Shari stieg ins Auto ein, gefolgt von Lilli und die Eltern der Beiden sassen vorne. Tiago am Steuer. Nach einer etwa vierstündigen Fahrt kam das Hotel in Sicht. Shari stieg aus dem Auto und nahm ihren Koffer aus dem Kofferraum. «Puh, ist der schwer», rief sie als sie ihn auf den Boden stellte. Die Familie ging zur Rezeption und nahm den Schlüssel entgegen. Alle schleppten den schweren Koffer die Treppe hinauf, denn sie hatten keine Lust, um auf den Lift zu warten. Als sie vor dem Hotelzimmer Nr. 56, im zweiten Stock, angekommen waren und die Tür aufschliessen wollte, hörten sie von der Rezeption einen Schrei. Die Familie liess die Koffer links liegen und eilte die Treppe runter, um zu schauen was los war. Unten angekommen sahen sie gerade, wie ein maskierter Mann den Kassierer mit einer Waffe bedrohte. Shari erschrak: «Ahhh, Hilfe!» Tiago griff blitzschnell in die Hosentasche und zog sein Handy heraus. Er alarmierte die Polizei. Dann rannte er zur Tür und drehte den Schlüssel um. Glücklicherweise steckte er in der Tür. Diese war jetzt abgeschlossen und der Dieb konnte nicht fliehen. Panik erfüllte den Raum. Erst als die Polizeibeamten vor der Tür auftauchten und Tiago öffnen ging beruhigten sich die Touristen wieder. Dann wurde der Täter verhaftet und in das Polizeiauto gebracht. Erst als das Motorengeräusch in der Ferne verklungen war konnten sich alle beruhigt wieder in ihre Zimmer begeben. ENDE Fahrradausflug Am Samstag ging es endlich los. Familie Sandjin stand um 6:00 Uhr auf und machte das Auto bereit für den Fahrradausflug. Die Ketten der Velos waren bereits frisch geschmiert und so konnten die Fahrräder am Autodach befestigt werden. Dann ging es los. Tiago (am Steuer) und Lissa sassen auf den Vordersitzen und die Kinder hinten. Die Familie fuhr an Felder und Wiesen vorbei. So lang bis sie an dem gewünschten Hotel angekommen waren. Dort stellten sie die Velos in die Garage und das Auto fuhr Tiago vor das Haus. Die Hunde der Vermieter waren schon zur Stelle und begrüssten die Besucher mit einem freudigen Kläffen. «Ich melde uns noch schnell bei der Rezeption an und dann geht es ab ins Bett. Die erste Nacht werden wir in diesem Hotel verbringen, bevor es dann direkt nach Cadzand-Bad weitergeht.», verkündete Lissa. Shari ging die Treppe zu ihrem Hotelzimmer hoch und legte sich müde, von der langen Reise, ins Bett. Ehe sie sich’s versah, war sie schon eingeschlafen. Am nächsten Morgen ging die Reise weiter. Jetzt war es nicht mehr besonders lange. Zwei Stunden später kam das Empfangshäuschen in Sicht. Dort musste die Familie den Schlüssel holen. Dann ging es endlich zum Ferienhäuschen. «Jucheee! Ich freue mich so auf die Tour.», rief Shari vorfreudig. «Und ich auf das Tauchen.», antwortete Lilli. Dann frug Lilli, ob sie morgen gleich gehen. Tiago antwortete vorfreudig, dass sie es machen werden. Am nächsten Morgen ging die Tour los und die Familie kam an sehr vielen schönen Tulpen vorbei und machte halt am nächstbesten Strand. «Jee. Tauchen.», rief Lilli. Sie zog sich die Taucherbrille über. Die anderen machten es ihr gleich und wateten ins kühle und erfrischende Meer. Dann schnorchelte Lilli los und tauchte unter. Sie sahen viele schöne Fische. Nach etwa eineinhalb Stunden gingen sie aus dem Wasser und zogen sich um, um die Velotour fortzusetzen. Alle waren glücklich und genossen es in der Natur zu sein. ENDE Norwegen Als Tiago schliesslich seine Hand mit einem Zettel aus der Tasche zog und den Zettel anschaute waren alle sehr angespannt. Schliesslich, als alle es kaum mehr aushalten konnten, platzte er heraus. «Es ist… Norwegen!» Shari und Lilli jubelten. «Ich dachte du willst eine Safari machen?», sagte Shari und schaute Lilli schräg an. Als Lilli antwortete, dass es ihr eigentlich egal gewesen sei, mussten alle lachen. Schliesslich war das typisch für Lilli. Sie konnte sich immer allem anpassen. «Na gut, jetzt da wir wissen, wohin wir gehen», fängt Lissa an, «müssen wir uns die passende Ausrüstung besorgen.» Lilli und Shari schauten sie erwartungsvoll an. «Wir müssen in die Stadt!», sagte Lilli freudig. Mit dem Bus und dem Zug fuhren sie nach Zürich. «Hat es irgendwo Ausrüstung für Norwegen?», fragte Shari ihre Mutter verunsichert. «Ich weiss nicht, versuchen wir es mal in diesem Laden.», antwortete Lissa. Sie gingen durch die Drehtür und sahen die Ausrüstung… [[Noch nicht]] [[Sofort]]Safari Tiago zog die Hand aus der Tasche und zeigte allen, was auf dem Zettel stand. Es ist Safari. Alle jubelten. Schon am nächsten Tag hatten sie alles organisiert. Bald darauf standen sie mit gepackten Koffern vor dem Bus. Als der Bus kam stiegen sie ein. Der Bus rumpelte über die Strassen. Doch plötzlich ertönte ein lauter Knall und der Bus kam ruckartig zum stehen. Die Passagiere stiegen aus und erkundigten sich nach der Ursache, des Knalls. Lilli und Shari konnten sich flink durch die Menschenmenge schlängeln, während Lissa und Tiago nur sehr langsam vorankamen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erblickte Lilli Tiago, knapp gefolgt von Lissa. Shari erklärte ihnen, dass der Bus eine Panne hatte. Offenbar lag ein Nagel auf der Strasse. Sie gingen zum Hinterrad und sahen, dass sich ein langer, spitzer Nagel in das Rad gebohrt hatte. Der Bus konnte nicht weiterfahren. Die Familie Sandjin ging die Strasse mit den Koffern ein wenig runter. «Da kommt ein Taxi!», rief Lilli. «Ist es besetzt?», fragte Shari darauf. Sie warteten, bis das Taxi nahe genug war und sahen, dass es… [[Frei ist]] [[Besetzt ist]]Noch nicht …noch nicht. Sie gingen durch viele Gänge, und sahen sich alles an, doch die Ausrüstung, die sie brauchten, die sahen sie nicht. Als sie den Laden enttäuscht verliessen, fiel Sharis Blick auf ein Glücksrad. Daneben stand ein Plakat. Aus reiner Neugierde fing sie an zu lesen. Auf dem Plakat stand mit grosser Schrift: ACHTUNG! ACHTUNG! SUPER-ANGEBOT! 50%-50% CHANCE! KOMPLETTE AUSRÜSTUNG FÜR FERIEN IN KALTEN REGIONEN! «Mama, Papa, das müsst ihr euch ansehen! Hier gibt es genau das, was wir brauchen!», rief Shari aufgeregt. Sie schauten sich das ganze genauer an und sahen, dass es kostenlos war, das Glücksrad zu drehen. Allerdings durfte man es nur einmal drehen, was aber nicht gerade verwunderlich war. Sie machten Schere, Stein, Papier, wer es drehen durfte. Tiago ist es. Er dreht es und zuerst sah es nach blau aus, dann nach rot und schliesslich bleibt es stehen bei… [[Blau]] [[ Rot]]Sofort Sofort. «Gefunden!», rief Lilli, gleichzeitig mit Shari. Shari fängt an die Ausrüstung aufzuzählen. Als Lilli sie ergänzte, in dem sie behauptete, sie müssten noch Karotten mitnehmen, prustet Lissa los. «Karotten? Für was denn Karotten?», sagte sie lachend. «Naja, um die Rentiere zu füttern, die mögen Karotten!», antwortet Lilli erstaunt. Als sich alle geeinigt hatten, was sie mitnehmen wollten, war auch Lilli erfreut. Sie hatten zwei Taschen mit Karotten gekauft. Zwei Tage später standen sie mit ihren Koffern am Flughafen. Es dauerte nicht lange; schon war es soweit und sie waren hoch in der Luft. Als sie ankamen, nahmen sie ein Taxi in ihr Hotel. Es war wunderschön eingerichtet. Shari starrte fasziniert die Inneneinrichtung an. Staunend blickte die Familie zu der bemalten Decke. Auch die Betten sind schön kuschelig und warm. Am nächsten Morgen wachte Lilli als erste auf. Danach Shari, gleich gefolgt von Lissa. Aber Tiago schlief so lange, dass sie ihn wecken mussten, damit sie das Frühstück nicht verpassten. Auch über das Frühstück konnten sie sich nicht beschweren. Sie plauderten ungestört miteinander, Lissa, Tiago und Lilli. Shari war zurzeit nicht ansprechbar, da sie Waffeln entdeckt hatte. Das war ihr absolutes Lieblingsessen. Als Shari wieder ansprechbar war, brachte sie die Idee, Rentiere anzuschauen. Lilli war begeistert von der Idee. Nachdem sie sich an der Hotelrezeption erkundigten, wo und ob man das kann, zogen sie sich warm an und fuhren los. Mit einem Hundeschlitten. 200m vor der Stelle, an der die meisten Rentiere gesichtet wurden, stiegen sie ab und machten mit dem Hundeschlittenführer ab, dass er sie in 2 Stunden abholen sollten. Zum Glück sprach er gut Englisch! Als sie schliesslich losliefen, dauert es nicht lange und sie sichten die ersten Rentiere. Die Tiere reagierten zutraulich und liessen sich von ihnen mit Karotten füttern. Sie hatten einen schönen Tag, auch nachdem sie wieder ins Hotel zurückkehrten. Auch die restlichen Ferien waren wunderschön und fühlten sich an wie ein besonders schöner Traum. ENDEFrei ist «Es ist nicht besetzt!», rief Lilli. Das Taxi hielt an und sie nannten dem Taxifahrer das Ziel. Er fuhr sie zum Flughafen, wobei sie immer wieder hektisch auf die Uhr schauten, da sie befürchteten zu spät zu kommen. Doch als sie am Flughafen ankamen, sahen sie, dass ihre Sorge nicht begründet war. Durch die vielen Umwege, die sie nehmen mussten, da der Bus die Einbahnstrasse versperrte, hatten sie ihren Flug verpasst. Allerding bemerkten sie, dass heute noch ein anderes Flugzeug fliegt. Sie nahmen es, nachdem sie das mit den Tickets geregelt hatten. Während dem Flug entspannten sie sich. Da das Flugzeug aber nicht an den genau gleichen Ort flog, wie das andere, musste Lissa noch das Hotel stornieren und ein neues buchen. Das neue war zwar ein bisschen teurer, aber das machte ihr nichts. Als sie ankamen, mussten sie noch 30 Minuten mit einem Taxi fahren, bis sie bei ihrem Hotel waren. Dann checkten sie ein und gingen in ihr Hotelzimmer. Sie fanden es wunderschön. Schon am nächsten Morgen, gingen sie auf Tour. Sie sehen viele Tiere, die sie zuhause nur im Zoo bestaunen konnten. Giraffen, Zebras, Löwen und auch andere Tiere. ENDE Besetzt ist «Mist! Es ist besetzt!», rief Shari frustriert. Das Taxi fuhr vorbei. Fünf Minuten später, sagte der Busfahrer, dass sie im Bus ein Ersatzrad hätten. Es dauerte nicht lange und alle sassen wieder im Bus. Als der Bus weiterfuhr, bemerkten sie, dass er die ganze Strasse blockiert hatte. Sie fuhren zum Flughafen und stiegen dort aus. Es gab keine weiteren Umstände, bis sie in ihrem Flugzeug sassen, das sie trotzt allem noch erwischten. Auch der Flug verlief friedlich. Als sie schliesslich ankamen, mussten sie ein Taxi bestellen. Sie nannten dem Taxifahrer das Ziel und er fuhr sie in ihre Reiseunterkunft. Lissa hatte (um es spannender zu machen) nicht verraten, wie das Hotel aussehen würde. Lilli`s Staunen war gross, als sie sah, dass sie einen Bungalow gebucht hatte. Neben dem, den sie gebucht hatte, standen noch viele andere. Zum einen für andere Gäste, zum anderen für das Hotelpersonal und den Hotelinhaber (der auch hier übernachtete). Es sah echt toll aus. Wie ein kleines Feriendorf. Lilli rannte sofort los, sobald sie aus dem Taxi ausgestiegen waren. Sie rannte zu dem Haus, bei dem auf der Tür stand: Familie Sandjin. Sie stürmte hinein und fing an, alles zu erkunden. So ging der Tag schnell vorbei. Nachdem sie ein leckeres Abendessen genossen hatten, war es Zeit, ins Bett zu gehen. In der Nacht wachte Lilli auf. Irgendwoher aus ihrer Umgebung kam Lärm. Sie weckte Shari auf. Die beiden schauten sich ganz verwundert an. Um das Haus herum, in dem sie jetzt für diese paar Tage wohnten, lagen nur Häuser für andere Gäste, die aber alle freistanden. Nachdem sie ihre Eltern geweckt hatten, schauten sie zu viert aus dem Fenster. Gerade konnten sie nichts entdecken, da alles dunkel war. Doch dann ging das automatische Licht des Nachbarhauses an, das aber eigentlich nur anging, wenn sich jemand dem Haus näherte. Jemand… oder etwas! Hinter der Hausecke tauchte ein Schatten auf. Lissa und Tiago duckten sich und zogen Lilli und Shari schnell mit. Im Spiegel konnten sie sehen, das ein gewaltiger Löwe hinter der Hausecke hervorkam. Sie alle hielten den Atem an. Der Löwe kam einige Schritte näher und… Was macht er wohl? Überleben sie es, oder nicht? [[Sie überleben es]] [[Sie sterben]] Blau Blau. Erwartungsvoll schauten sie die Anzeigetafel an. Sekunden später erschien eine Schrift: «Tut mir leid, leider haben sie verloren!» Die Familienmitglieder schauten sich bedrückt an. Als sie sich weiter umschauten, mussten sie einsehen, dass es in keinem Laden die passende Ausrüstung gab. Schliesslich begnügten sie sich damit ein neues Schachspiel zu kaufen. Es hatte schön glatt geschliffene Figuren, die am Schachbrett hafteten. Als Lilli fragte, wieso sie das kauften, antwortete Lissa, dass sie in den Ferien viel Brett- und Kartenspiele spielen könnten. Noch am gleichen Abend, spielten sie die erste Partie, in der Shari Tiago besiegte. Sie machten ein schönes Feuer und brieten darauf Fleisch und Gemüse. Nach dem Essen spielten sie die zweite Partie, in der Lilli gegen Lissa verlor. Die ganzen Ferien begnügten sie sich mit Spielen. In der Hälfte der Ferien, kauften sie sich Nintendo Sport und fingen an, sich dort zu duellieren. Sie hatten schöne Ferien in denen sie sich entspannen konnten. EndeRot Rot! Eine schimmernde Schrift war an der Anzeigetafel zu lesen: «GLÜCKWUNSCH! SIE HABEN GEWONNEN! DIESER AUTOMAT HIER WIRD IHNEN DIE AUSRÜSTUGN GLEICH GEBEN! BITTE GEBEN SIE EIN, WAS SIE BRAUCHEN UND FÜR WELCHE REISE. DAMIT SIE DIE OPTIMALE AUSRÜSTUNG HABEN, BITTE GEBEN SIE ALL IHRE ERWARTUNGEN (ZUM BEISPIEL, WENN SIE SCHLITTENFAHREN WOLLEN) EIN UND KLICKEN SIE AUF: OK!» Als sie alles gelesen hatten stiess Lilli einen kleinen und kurzen Freudenschrei aus, Shari starrte die Tafel verblüfft an und Lissa und Tiago schauten sich gegenseitig an. Tiago ging rüber zu der Tastatur und fing an, sich die Ferien, die sie sich vorstellen in jedem noch so kleinen Detail aufzuschreiben, mit kleinen Verbesserungen von Shari, Lilli und Lissa. Schliesslich war alles niedergeschrieben und der Automat fing an die Informationen zu verarbeiten. Auf der Anzeigetafel erschien noch eine Nachricht: «VIELEN DANK, FÜR IHRE NACHRICHT! BITTE HABEN SIE EIN WENIG GEDULD, DIE INFORMATIONEN WERDEN VERARBEITET UND DIE AUSRÜSTUNG WIRD ZUSAMMENGESTELLT.» Ein paar Minuten später war ein poltern zu hören und der Automat spie mehrere Taschen aus, randvoll mit der richtigen Ausrüstung gefüllt. Als sie alle Taschen unter sich aufgeteilt hatten, damit alle gleichviel tragen mussten, gingen sie wieder. Tage später waren sie beim Flughafen und stiegen in ihr Flugzeug. Der Flug verlief ereignislos. Die Ferien waren wunderschön, es waren wahre Traumferien. Sie konnten, sich Dank der Ausrüstung, alle ihre Wünsche erfüllen. ENDE Sie überleben es …bog dann ab. Langsam entfernte er sich und ging in die Richtung der anderen Häuser. Erst als der Löwe weit genug weg war und sie sich sicher sein konnten dass er sie weder hören, noch sehen konnte atmeten sie auf. Dann krochen sie (der Vorsicht wegen, nicht das der Löwe sie doch noch sah) zu einem grossen Wandschrank und drängten sich rein. Plötzlich machte etwas: «Klick» Von draussen tönten Schreie und sie versuchten, die Türe zu öffnen. Doch offenbar hatte irgendwas sie blockiert. Sie liessen sich nicht mehr öffnen, egal wie heftig sie es versuchten. Bald schliefen Lilli und Shari, trotz des Lärmes und der unschönen Lage ein. Auch Lissa und Tiago waren müde, doch sie blieben wach. Erst als das ganze Chaos schon abgeklungen war und Lilli und Shari wieder wach waren, liessen sich die Türen mit vereinten Kräften öffnen. Der Löwe war offenbar nicht alleine gewesen. Das ganze Bungalow-Dorf war verwüstet, die Antennen angebissen und es gab keinen Empfang. Egal was sie versuchten, sie konnten kein Netz bekommen. Schliesslich mussten sie alle ihre wichtigen Sachen einpacken, mit viel Proviant, damit sie auf eigene Faust zum Flughafen zurückkonnten. Sie schleppten sich durch die Hitze, immer auf der Hut vor noch mehr Löwen, oder anderen Raubtieren. In der zweitletzten Nacht, ging es Lilli gar nicht gut und am nächsten Morgen war sie ganz bleich. Wenn sie sprach, dann klang es trostlos und heiser. Es klang gar nicht nach Lilli. Sie versuchten ihr Wasser einzuflössen und sie zu füttern, doch es nützte alles nichts. Am letzten Abend, so kurz vor dem Ziel, wurde ihr Puls immer langsamer. Schliesslich setzte er ganz aus und während ihr Griff immer sanfter wurde, wurden auch ihre Augen ganz glasig. Shari, Lissa und auch Tiago weinten, als ihre Hand gar nicht mehr den Druck erwiderte und zu Boden fiel. Als sie am nächsten Tag am Flughafen ankamen, hatten sie die tote Lilli auf den Schultern. Sie hatten es nicht über sich gebracht, sie in der Wildnis zu lassen. Am Flughafen wurden sie mit angewiderten, erschrockenen und manchmal auch mitleidigen Blicken empfangen. Als sie eine junge Dame ansprachen, war diese so erschrocken, dass sie ihre Emotionen nicht im Griff hatte und man ihrer Miene ablesen konnte, dass sie angewidert und ängstlich war. Nachdem sie eine Person gefunden hatten, die ihnen half und sie schliesslich wieder zu Hause waren, stand das Begräbnis von Lilli bevor. Es flossen neue Tränen. Als es schliesslich vorbei war, alle Beileid`s-Briefe abgeschickt waren und Shari, Tiago und Lissa anfingen sich in ihr neues Leben einzugewöhnen, kam bei ihnen die Nachricht an, dass sie die einzigen Überlebenden im Feriendorf gewesen waren. Erst jetzt waren alle Leichen gefunden worden. Dabei hatten sie doch noch ein wenig Glück im Unglück gehabt, obwohl das Glück einen hohen Tribut forderte. ENDESterben …sprang Lissa direkt ins Gesicht. Diese stürzte zu Boden und blieb reglos liegen. Blut strömte über ihr Gesicht. War sie tot? Shari blieb vor entsetzen der Schrei im Hals stecken. Doch lange konnte sie nicht über die Sache nachdenken denn der Löwe nahm jetzt sie in Augenschein. Er holte zu einem Prankenhieb aus und traf Shari direkt im Bauch. Diese ging ebenfalls zu Boden und war bewusstlos. Tiago und Lilli konnten Shari nicht zur Hilfe eilen, denn der Löwe sprang Lilli an und Biss ihr ein Bein ab. Lilli schrie aus voller Kehle und wurde vom Löwen getötet. Dann sprang der Löwe ebenfall Tiago an. Sein Sprung startete bei Shari die jetzt auch tot war. Jetzt war nur noch Tiago übrig, der aber ebenfalls getötet wurde. Die Familie wurde Wochen später von einem Suchtrupp gefunden und ihre Geschichte gelangte in die News. ENDE